|
Frage des Tages
Finden Sie hier, auf der Startseite des Internetangebots der IG Passivhaus Österreich, tagesaktuelle Fragen und Antworten rund um das Thema Passivhaus. Die Fragen kommen aus Ihren Emails, Anrufen oder sonstigen Beiträgen, beantwortet werden Sie von den Experten der IG Passivhaus Österreich.
Sie haben eine Frage? Dann nutzen Sie unsere Hotline oder schreiben Sie uns eine Email. Unsere Passivhaus-Experten sind gerne für Sie da! |
|
Donnerstag, den 08. April 2010 um 15:58 Uhr |
|
Manche sagen, Passivhäuser rechnen sich nicht:
Passivhäuser sind auf lange Sicht kostengünstiger als jedes andere Haus. Wenn der Heizwärmebedarf unter 15 kWh/m²a (berechnet nach PHPP Passivhaus Projektierungs-Paket nach Feist) sowie die Heizlast niedriger als 10W/m² ist, kann auf ein konventionelles Heizsystem verzichtet werden, womit die Baukosten erheblich gesenkt werden, und das Passivhaus sogar billiger wird als ein Niedrigenergiehaus mit 25 kWh/m²a.
Mehrkosten beim Bau
- Erhöhter Dämmaufwand für Dach-, Wand- und Bodenplattendämmung
- Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung
- Sehr hoch dämmende Fenster mit Dreifach-Wärmeschutzverglasung
- Aufwändigere Detaillösungen für die Abdichtung (luftdichte Hülle notwendig)
- In manchen Fällen Aufwand bei Sonderlösungen (Beispiel Katzenplappe)
- Luftdichtheitstest (Blower-Door Messungen)
Minderkosten beim Bau
- keine konventionellen Heizkörper, Wand- oder Fußbodenheizung und dafür nötige Technik
- Kein eigener Heiz- oder Brennstofflagerraum notwendig
- Erheblich geringere Heizungskosten, und Kosten für Hilfsstrom (Umwälzpumpen, Antrieb bei Pellets- oder Hackschnitzelöfen, etc.)
- Keine Kaminzüge notwendig (bei Wärmepumpe)
- keine jährlichen Kosten für Rauchfangkehrer, Gasthermenwartung, etc.
Betriebskosten
- Heizkostenersparnis vom ersten Tag an, spielt langfristig ev. höhere Investitionskosten herein.
Hinzu kommt noch der Werterhalt eines Passivhauses durch die hohe Qualität: weniger Bauschäden durch luftdichte Bauweise und hohe Oberflächentemperatur, die Tauwasserausfall und damit Schimmelbildung verhindern. Schließlich ist da noch der erhöhte Wohnkomfort, der sich monetär nur schwer ausdrücken lässt. |
|
Montag, den 05. April 2010 um 09:08 Uhr |
|
Ist ein Passivhaus nicht sehr fehleranfällig?
Das Passivhaus ist nicht fehleranfällig, sondern setzt eine sehr hohe Ausführungsqualität voraus. Pfusch am Bau ist im Passivhaus nicht erwünscht. Somit kann der Bewohner oder Eigentümer auf ein wesentlich höherwertiges und Bauschaden freies Gebäude zählen. Auf Grund der sehr guten thermischen Gebäudequalität kommt daher das Passivhaus andererseits mit viel weniger Haustechnik aus, ist also wesentlich weniger anfällig! Wie bei jedem Produkt ist aber besonders auf die angebotene Qualität zu achten, da bei trendigen Entwicklungen immer viele Trittbrettfahrer ohne Erfahrung und unzureichender Qualität versuchen ins Geschäft zu kommen. Hierbei die richtige Wahl und Entscheidung zu finden ist im großen Angebot oft nicht einfach. Daher bietet die IG Passivhaus branchenübergreifend und neutral ein Netzwerk an, für das Passivhaus, qualifizierten Experten und Unternehmen. Grundsätzlich werden im Passivhaus keine völlig neuen Techniken eingesetzt, sondern vielmehr weist jede einzelne Komponente nur eine wesentlich höhere Qualität auf. Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung, die einzige besondere Technik wird in Kanada und in Skandinavien seit mehr als 50 Jahren erfolgreich eingesetzt. |
|
Donnerstag, den 01. April 2010 um 18:28 Uhr |
|
Was unterscheidet Passivhausfenster von „normalen“ Fenstern?
Herkömmliche Fenster lassen viel Raumwärme entweichen. Für das Passivhaus wurden daher Fenster entwickelt, die solche Wärme- und damit auch Energieverluste auf ein Minimum reduzieren. Die U-Werte von Passivhausfenstern müssen unter 0,8 W/m²K liegen, um die thermische Behaglichkeit im Passivhaus zu gewährleisten. Die Anforderungen sind: Dreischeibenverglasung mit Gasfüllung, gut gedämmter Fensterrahmen, dichter Einbau. Durch die dreifache Verglasung sind die Fensterscheiben im Wohnraum niemals kalt – sie haben die gleiche Temperatur wie Wände und Böden. Dadurch kommt es nie wieder zu Kondensat an der Innenscheibe oder zu Kältemepfinden, wenn man nahe am Fenster sitzt. Erhältlich sind Passivhausfenster in den verschiedensten Variationen und Materialien (Holz, Aluminium oder Kunststoff). |
|
|
|
|
<< Start < Zurück 1 2 3 4 5 6 7 8 Weiter > Ende >>
|
|
Seite 1 von 8 |