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Frage des Tages

Finden Sie hier, auf der Startseite des Internetangebots der IG Passivhaus Österreich, tagesaktuelle Fragen und Antworten rund um das Thema Passivhaus. Die Fragen kommen aus Ihren Emails, Anrufen oder sonstigen Beiträgen, beantwortet werden Sie von den Experten der IG Passivhaus Österreich.

Sie haben eine Frage? Dann nutzen Sie unsere Hotline oder schreiben Sie uns eine Email. Unsere Passivhaus-Experten sind gerne für Sie da!

 
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Geschrieben von: Günter Lang, Pressesprecher und Mitbegründer IGPH   
Dienstag, den 09. März 2010 um 21:12 Uhr

"Wie viele Passivhäuser gibt es in Österreich und wie viele davon sind "echte", also Zertifizierte Passivhäuser?"

Günter Lang, Pressesprecher und Mitbegründer IGPH"Aktuell gibt es in Österreich bereits rund 6.200 Passivhäuser mit in Summe rund 3,3 Mio. Quadratmeter Nutzfläche. Um ein Gebäude in Passivhausstandard mit einem Heizwärmebedarf von max. 15 kWh/m2a planen zu können, ist die exakte Berechnung gemäß dem PHPP (Passivhaus Projektierungs- Paket vom Passivhaus Institut Darmstadt) erforderlich. Die Berechnung gemäß Energieausweis nach OIB ist nicht dazu geeignet, exakt den geringen Energiebedarf von solch energieeffizienten Gebäuden berechnen zu können. Die Differenz alleine durch die Berechnungsmethode kann durchaus mehr als 100 Prozent betragen! Also ein Gebäude mit einer Energiekennzahl von 9 kWh/m2a gemäß offiziellem Energieausweis kann bei exakter Berechnung nach PHPP ohne weiteres weit über 15 kWh/m2a liegen und nicht dem Passivhausstandard entsprechen.

Lediglich 10 Objekte haben sich bis dato in Österreich zusätzlich zur PHPP Berechnung durch eine Zertifizierung des Passivhaus Institutes in Darmstadt ihr Passivhaus bestätigen lassen. D.h. jedoch nicht, dass es nur 10 "echte" Passivhäuser in Österreich gäbe, sondern das vielmehr diese Häuser zur Qualitätssicherung von der externen Zertifizierungsstelle unter Vorlage umfangreicher detaillierter Planungs- und Berechnungsunterlagen und umfangreichen Prüfungen die Auszeichung "Zertifiziertes Passivhaus" erhalten haben. Mittlerweile haben in Österreich weiters das "Energieinstitut Vorarlberg" in Dornbirn, das "Österreichische Institut für Baubiologie und -ökologie" in Wien, sowie das Bauphysikbüro "Herz & Lang" in Weitnau/Oberallgäu die Autorisierung als Zertifizierungsstelle vom PHI erhalten."

Die Frage wurde gestellt von Daniela Pfeifer aus Pottenbrunn

 
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Geschrieben von: Thomas Abendroth, Abendroth Architekten, Wien   
Freitag, den 05. März 2010 um 08:44 Uhr

Warum ist ein Passivhaus einem Niedrigenergie- haus vorzuziehen?

Thomas Abendroth, Abendroth Architekten, WienEin wesentlicher Vorteil des Passivhauses gegenüber einem Niedrigenergiehaus ist die Aufrüstbarkeit zu einem Nullenergiehaus oder zu einem Plusenergiehaus. Damit sind Sie autark, was die Energiekosten anbelangt und für zukünftige Entwicklungen gerüstet. Finanziell interessant ist das vor allem wenn sich die Förderbedingungen für Photovoltaikanlagen verbessern. Außerdem müssen wir heute berücksichtigen, dass sich die Mobilität verändert. Das Elektroauto als Fortbewegungsmittel lässt nicht mehr lange auf sich warten. Künftig nutzt jedes Haus die Photovoltaik für die Gebäudeenergie und für das Aufladen des Autos. Die Autobatterie wird dabei als Puffer für das Haus verwendet. Das Niedrigenergiehaus ist jedoch für diese Technik ungeeignet.

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Geschrieben von: Monika Döll, Saint-Gobain ISOVER Austria GmbH, Stockerau   
Mittwoch, den 03. März 2010 um 21:45 Uhr

Was ist die optimale Dämmstärke für ein Passiv- haus?

Monika Döll, Saint-Gobain ISOVER Austria GmbH, StockerauEine durchgehende Dämmebene vom Dach bis zum Fundament entlastet nicht nur die Brieftasche, sondern ist die Basis für jedes Passivhaus. Sowohl eine optimale Dämmung der Gebäudehülle, als auch eine wärmebrückenfreie Konstruktion und Verarbeitung, sind Voraussetzungen für jedes Passivhaus. Die Dämmstärke hängt vom Verhältnis der Fläche der Außenwände zum Gebäudevolumen ab. In mitteleuropäischen Klimaten ist für die opake Gebäudehülle ein U-Wert von rund 0,10 W/m²K erforderlich. Je nach Art der Konstruktion und Qualität des Dämmstoffes erreicht man den geforderten U-Wert mit Dämmdicken von 30 bis 40 cm.

Die Frage wurde gestellt von Herbert Ladstätter, Innsbruck

 
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